Diakon Alfred Castner verstorben

Wenn wir aber im Licht leben, wie er im Licht ist, haben wir Gemeinschaft miteinander.
Aus der Lesung des Sterbetages, 1 Joh 1, 7

Christus, der auferstandene Herr, rief am 29. April 2016

Diakon Alfred Castner

heim in sein himmlisches Reich.

DiakonAlfred Castner wurde am 3. Oktober 1931 in Klodnitz/Oberschlesien geboren. 1958 kam er als Spätaussiedler nach Deutschland. Als Wasserbauingenieur wurde er technischer Beamter und lebte zunächst in Kassel. 1961 heiratete er in Darmstadt-Eberstadt seine Ehefrau Cäcilia, die 2015 nach fast 54 Ehejahren starb. Dieser Ehe entstammt eine Tochter. 1972 wurde er von Dr. Paul Picard in den Diakonatskreis aufgenommen. Am 9. November 1974 wurde er von Weihbischof Dr. Josef Maria Reuß zum Diakon geweiht. Am 1. Dezember 1974 wurde er hauptberuflicher Ständiger Diakon in Darmstadt St. Liebfrauen und im Dekanat Darmstadt. Schwerpunkte seines Dienstes waren die Betreuung der Altenheime und die Seniorenseelsorge, lange Zeit aber auch der Religionsunterricht und die Katechese, in den letzten Jahren die Betreuung der Aussiedler. Nach 22 Jahren im Dienst der Gemeinde wurde er zum 1. August 1996 in den Ruhestand versetzt. Von 1980 bis 1992 war er der gewählte Sprecher der Ständigen Diakone im Bistum Mainz. In dieser Funktion war er nicht nur der Vertreter seiner Mitbrüder. Er assistierte Papst Johannes Paul II. bei seinem Besuch in Mainz 1980 und bei der Bischofsweihe von Kardinal Lehmann 1983.

Den Ruhestand verlebte er in seinem Haus in Griesheim. In der Pfarrei St. Marien übernahm er auch als Pensionär manchen Dienst. Die Pflege seiner Frau kostete ihn viel Kraft. Eigene gesundheitliche Belastungen machten ihm mehr und mehr zu schaffen. Dankbar feierte er 2011 Goldene Hochzeit. Den 40. Jahrestag seiner Weihe konnte er nur in kleinem Rahmen mitfeiern. Der Tod seiner Frau hat ihn tief getroffen.

2011 schrieb er: „Das Wort Gottes kann ich nur verkündigen, wenn ich mein Leben nach seinem Wort ausrichte. Dies kann für mein Leben gelegen oder ungelegen kommen. Dennoch habe ich stets diese Ausrichtung zu vollziehen.“ Diakon Castner war ein zurückhaltender Mensch. In „großer Treue und klagloser Selbstverständlichkeit“, wie Msgr. Bruno Klein schrieb, wollte er nicht im Rampenlicht stehen. Es lag ihm, im Stillen und unauffällig für die Menschen zu wirken und dem Reich Gottes zu dienen.

Mainz, 2. Mai 2016
Bischöfliches Ordinariat, Prälat Dietmar Giebelmann, Generalvikar

Am Montag, den 09. Mai findet um 12:00 Uhr das Requiem in der St. Stephans Kirche statt. Die Beerdigung schließt sich direkt auf dem Griesheimer Friedhof an.