13 Tage Zeltlager gingen viel zu schnell vorüber

Bildschirmfoto 2015-10-15 um 20.49.23Am ersten Feriensonntag bestiegen 90 Kinder die beiden Reisebusse, die sie in das bereits am Vortag errichtete Kinder- und Jugendzeltlager St. Stephan nach Bad Kissingen bringen sollten. Nach 2,5 Stunden Busfahrt waren bereits erste Bekanntschaften unter den Teilnehmern gemacht und so kamen die Kids gut gelaunt auf dem Zeltplatz an.

Die ersten drei Zeltlagertage waren regnerisch und kalt und stellten Kinder und Betreuer auf eine harte Probe. Nichts desto trotz fanden die Betreuer auch hier Lösungen, um keine Langeweile aufkommen zu lassen.

Am vierten Tag hatte der Wettergott dann ein Einsehen und schickte bis zum Lagerende strahlenden Sonnenschein. So konnten nun die ersehnten Nachtspiele angegangen werden. In ihrem jeweiligen Zeltverband spielten die Kinder das beliebte Fuchsspiel, bei dem sie den Tiergeräuschen folgend, die einzeln im Wald verteilten Betreuer finden müssen, um deren Unterschrift auf einem Laufzettel einzuholen. Ein weiteres Highlight war die Lagerstafette. Jeder Betreuer hat hier einen festen Standort und spielt mit allen Gruppen ein Gedulds-, Sport- oder Geschicklichkeitsspiel. Nach einer festgelegten Zeit wechseln die Gruppen im Kreisverkehr.

Auch die 24-Stunden-Wanderung stellt ein ganz besonderes Ereignis im Lagerleben dar. 25 Kinder und 4 Betreuer verließen hierzu mit vollem Marschgepäck für einen Tag den Platz und wanderten rund 8 km bis zu einem Campingplatz. So mancher Teilnehmer dieser 24-Stunden-Wanderung war erschöpft, aber auch unendlich stolz auf seine Leistung. Letztlich ist es immer wieder ein tolles Erlebnis, von dem man noch sehr lange erzählen kann. Natürlich hatte uns auch die Heimat unterdessen nicht vergessen und die Pfarrgemeinde St. Marien ihren Besuch angekündigt. Gemeindereferent Markus Kreuzberger hatte sich auf den Weg nach Bad Kissingen gemacht, um zusammen mit Anna Albert, der Pastoralassistentin, einen kurzweiligen Kinderwortgottesdienst zu veranstalten.

Das warme Wetter begünstigte natürlich auch jede Menge sportlicher Aktivitäten auf dem Platz. Von Federball über Volleyball, Fußball und Völkerball bis hin zu Rad schlagen und Seilspringen war das Bewegungsangebot sehr groß.

Über die 12 Tage war auch der Bastelraum immer wieder eine beliebte Anlaufstelle. Es wurden Bilderrahmen aus Holz bemalt, beklebt und mit Mosaik- oder Serviettentechnik gestaltet, Lesezeichen aus Leder oder aus Papier hergestellt und
Zinnfiguren gegossen, die nach einer Grundierung auch bemalt und lackiert wurden. Neben den großen Bastelthemen wurde natürlich auch freies Basteln angeboten. So wurde viel gemalt, kreativ mit Papier gearbeitet und viele Freundschaftsbändchen geknüpft oder geflochten. Auch das Schnitzen an der Lagerfeuerstelle erfreute sich großer Beliebtheit. Stöcke schnitzen oder auch mit der Lupe Buchstaben in Holzscheiben brennen machte den Kindern enorm viel Spaß. Allein die Kraft der Sonne so wahrnehmen zu können, war für viele Kinder sehr faszinierend. Ein weiterer Event war die Zubereitung von Stockbrot.

Am letzten Donnerstag warf das Lagerende dann seinen Schatten voraus. Die Zelte wurden abgebaut, die Planen geschrubbt, alle Utensilien in Kisten verpackt und bereits am frühen Nachmittag standen die Betten in einer langen Reihe auf dem Platz. Das Wetter ließ es zu, die letzte Nacht im Freien unter dem Sternenzelt zu schlafen, was für viele Teilnehmer ein Abenteuer darstellte. Am Freitagmorgen stand der Abschied an. In einem großen Kreis sangen die Teilnehmer und Teamer “Nehmt Abschied Brüder“ und drückten vereinzelt die eine oder andere Träne weg. Früher als geplant erreichten die Reisebusse das Ortsschild Griesheim, was mit einer großen Laola gefeiert wurde. Nachdem alle Kinder gesund und munter an der Pfarrkirche St. Stephan wieder ihren Eltern übergeben worden sind, kann das Team rund um Lagerleiter Manuel Schultz feststellen: Es war mal wieder ein sehr erfolgreiches und schönes Zeltlager und viele der Teilnehmer haben bereits beim Abschied angekündigt, im nächsten Jahr wieder dabei sein zu wollen. Nähere Infos und den vollständigen Artikel finden Interessierte unter: www.zeltlager-griesheim.de

Manuel Schultz